Fußball


Fußball

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Fuß|ball ['fu:sbal], der; -[e]s, Fußbälle ['fu:sbɛlə]:
1. im Fußballspiel verwendeter Ball:
der Fußball flog gegen den Torpfosten.
Syn.: Leder (Jargon).
2. <ohne Plural> Fußballspiel als Sportart:
in der Pause spielen sie meistens Fußball.

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1-16 der Fußballplatz
1 das Spielfeld
2 der Mittelkreis
3 die Mittellinie
4 der Strafraum (Sechzehnmeterraum)
5 der Torraum
6 der Elfmeterpunkt (die Strafstoßmarke)
7 die Torlinie
8 die Eckfahne
9 die Seitenlinie
10 der Tormann (Torwart)
11 der Libero
12 der Vorstopper
13 der Außenverteidiger
14 die Mittelfeldspieler m
15 der Innenstürmer
16 der Außenstürmer
17 der Fußball
18 das Ventil
19 die Torwarthandschuhe m
20 die Schaumstoffauflage
21 der Fußballschuh
22 das Lederfutter
23 die Hinterkappe
24 die Schaumstoffzunge
25 die Gelenkzugriemen m
26 der Oberlederschaft
27 die Einlegesohle
28 der Schraubstollen
29 die Gelenkrille
30 die Nylonsohle
31 die Brandsohle
32 der Schnürsenkel
33 die Beinschiene mit Knöchelschutz m
34 der Schienbeinschutz
35 das Tor
36 die Querlatte (Latte)
37 der Pfosten (Torpfosten)
38 der Abstoß
39 die Faustabwehr
40 der Strafstoß (ugs. Elfmeter)
41 der Eckstoß (Eckball)
42 das Abseits
43 der Freistoß
44 die Mauer
45 der Fallrückzieher
46 der Kopfball (Kopfstoß)
47 die Ballabgabe
48 die Ballannahme
49 der Kurzpass (Doppelpass)
50 das Foul (die Regelwidrigkeit)
51 das Sperren
52 das Dribbling (der Durchbruch)
53 der Einwurf
54 der Ersatzspieler
55 der Trainer
56 das Trikot
57 die Sporthose
58 der Sportstrumpf
59 der Linienrichter
60 die Handflagge
61 der Platzverweis
62 der Schiedsrichter (Unparteiische)
63 die Verweiskarte (rote Karte; zur Verwarnung auch: die gelbe Karte)
64 die Mittelfahne

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Fuß|ball 〈m. 1u
I 〈unz.〉 Kampfspiel zw. zwei Mannschaften zu je 11 Spielern mit einem Ball von etwa 70 cm Umfang, der nur mit dem Fuß od. dem Kopf berührt werden darf u. ins gegnerische Tor getrieben werden muss
II 〈zählb.〉 Ball, der beim gleichnamigen Spiel gebraucht wird

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Fuß|ball , der [ von engl. football]:
1. mit Luft gefüllter Leder- od. Kunststoffball von bestimmter Größe zum Fußballspielen.
2. <o. Pl.> zwischen zwei Mannschaften ausgetragenes Ballspiel, bei dem der Ball nach bestimmten Regeln mit dem Fuß, Bein, Kopf od. durch körperlichen Einsatz unter Vermeidung absichtlicher Berührung mit der Hand od. dem Arm über die Torlinie des gegnerischen Tores zu spielen ist:
[einen attraktiven, exzellenten] F. spielen.

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Fußball,
 
Sportspiel zwischen zwei Mannschaften, jeweils bestehend aus elf Spielern (zehn Feldspieler und ein Torhüter), von denen drei durch Einwechselspieler (bei Freundschaftsspielen nach Vereinbarung auch mehr) während der Spielzeit (auch in einer Verlängerung) ersetzt werden können. Ziel des Spiels ist es, den aus Leder (oder anderem genehmigtem Material) bestehenden Ball (Umfang 68-70 cm, Masse 410-450 g) möglichst oft regelgerecht in das gegnerische Tor (Höhe 2,44 m, Breite 7,32 m; von den Innenkanten der Pfosten und der Querlatte gemessen) zu befördern und Tore der gegnerischen Mannschaft zu verhindern. Gespielt wird im Freien auf einem rechteckigen Spielfeld. Die Spielzeit im Frauen- und Männerbereich beträgt 2 × 45 Minuten. Nach der ersten Halbzeit wird das Spiel durch eine Pause (maximal 15 Minuten) unterbrochen. Die durch Verletzungen oder andere Verzögerungen verlorene Spielzeit sollte der Schiedsrichter nachspielen lassen. Er wird bei der Überwachung des regelmäßigen Spielverlaufs in der Regel von zwei sich diagonal gegenüberstehenden Schiedsrichterassistenten unterstützt. Die Ausrüstung der Spieler besteht aus Trikot, Shorts, Kniestrümpfen (Stutzen), Schienbeinschonern und Fußballschuhen, deren Sohlen mit auswechselbaren Schraubstollen oder fest aufgeprägten (Nocken-)Stollen versehen beziehungsweise als »Bürstensohlen« hergestellt sind. - Auf kleinerem Spielfeld (verkürzte Spielzeit, modifizierte Regeln) wird beim Kleinfeldfußball (für Kinder) und in der Halle gespielt (Hallenfußball).
 
 Spielregeln
 
Bei Spielbeginn und nach jedem Tor stellen sich die Mannschaften in ihren Spielhälften auf. Nachdem der Schiedsrichter durch einen Pfiff das Zeichen zum Spielbeginn gegeben hat, wird der Anstoß ausgeführt. Bei Halbzeit werden die Spielhälften gewechselt. Ein Tor ist erzielt, wenn der Ball in seinem vollen Umfang die Torlinie zwischen den Torpfosten unterhalb der Querlatte überquert hat. Die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt hat, ist Sieger. Werden während der Spielzeit keine Tore erzielt oder haben nach Beendigung beide Mannschaften die gleiche Anzahl von Toren erreicht, wird das Spiel als unentschieden gewertet. In der Regel werden bei Pokal- u. ä. Wettbewerben diese Spiele um 2 × 15 Minuten verlängert und gegebenenfalls durch Strafstoßschießen (Strafstoß) entschieden. Neuerdings kommt international zum Teil in der Verlängerung das Golden Goal (Sudden Death) zur Anwendung. Eigen-(Selbst-)Tore, die nicht vom Gegner, sondern von einem Spieler der eigenen Mannschaft erzielt wurden, werden für den Gegner gewertet. Nur der Torhüter darf den Ball im eigenen Strafraum mit den Händen berühren; verlässt er den Strafraum, gilt er als Feldspieler. Strafbar wird ein absichtliches Zuspiel (mit dem Fuß) zum eigenen Torhüter, insofern dieser den Ball danach mit den Händen berührt.
 
Gelangt der Ball während des Spiels über eine Seitenlinie ins Seitenaus, erhält der Gegner an der gleichen Stelle einen Einwurf (wird mit den Händen ausgeführt), gelangt er über eine Torlinie (außerhalb des Tores), dann gibt es, wenn er zuletzt von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft berührt wurde, einen Eckstoß (vom Eckraum) für die Gegenpartei, im anderen Fall für die verteidigende Mannschaft einen Abstoß. Verstöße gegen die Spielregeln, wie Sperren des Gegners ohne Ball, Rempeln des Torhüters innerhalb des Torraums, Abseits u. a., werden durch indirekten Freistoß geahndet. Handspiel, Treten des Gegners u. a. Vergehen werden mit einem direkten Freistoß bestraft. Wird ein Regelverstoß, der normalerweise mit einem direkten Freistoß bestraft wird, im eigenen Strafraum begangen, erhält der Gegner einen Strafstoß zugesprochen. Unabsichtliches Handspiel, für den Schiedsrichter einwandfrei ersichtlich, gilt nicht als Regelwidrigkeit und bleibt ungeahndet. Ein Spieler, der sich trotz Verwarnung, die durch eine gelbe Karte angezeigt wurde, erneut unsportlich benimmt oder foul spielt, wird mit Spielausschluss (»Gelb-Rot«: Zeigen der gelben und anschließend der roten Karte) bestraft. Tätlichkeit, Anspucken, grobes Foulspiel u. Ä. wird mit sofortigem Feldverweis geahndet (Zeigen der roten Karte, unabhängig davon, ob der schuldige Spieler zuvor bereits verwarnt wurde oder nicht).
 
Bei Spielunterbrechungen, die nicht durch eine Regelwidrigkeit verursacht wurden, wird das Spiel durch einen Schiedsrichterball wieder aufgenommen: Der Schiedsrichter lässt den Ball am Ort der Unterbrechung fallen, von wo er nach Bodenberührung von beiden Mannschaften gespielt werden kann. Der Ball darf (z. B. bei Beschädigung) nur mit Genehmigung des Schiedsrichters ausgetauscht werden. Wird ein Spieler durch einen anderen ersetzt (z. B. wegen Verletzung), so muss sich Letzterer beim Schiedsrichter melden.
 
 Wettbewerbe
 
Die wichtigsten nationalen Fußballwettbewerbe sind die jeweils auf verschiedenen Verbandsebenen ausgetragenen Punktspielrunden und die Pokalwettbewerbe. Im Punktspielbetrieb wird ein Sieg mit drei Pluspunkten, ein Unentschieden mit einem Pluspunkt und eine Niederlage mit null Pluspunkten gewertet. Bei Punktgleichheit entscheidet in der Regel das bessere Torverhältnis. Nationale Meister werden auf diese Weise in den jeweils höchsten Spielklassen ermittelt (Deutschland: Bundesliga; Österreich: 1. Division; Schweiz: Nationalliga A). Die Pokalwettbewerbe (z. B. DFB-Vereinspokal) finden in Ausscheidungsrunden nach dem K.-o.-System statt. - Zu den wichtigsten internationalen Fußballwettbewerben zählen in Europa die jährlich für Vereinsmannschaften ausgetragenen Europapokalspiele der Landesmeister (seit 1956; Champions League) und die Spiele um den UEFA-Pokal (seit 1972), um den Supercup (seit 1972) und für Nationalmannschaften die seit 1968 stattfindende Europameisterschaft (Vorgänger war 1960 und 1964 der »Europapokal der Nationen«). Zum olympischen Programm gehörte Fußball erstmals 1908. Weltmeisterschaften werden seit 1930 in Turnierform alle vier Jahre (mit Ausnahme von 1942 und 1946) veranstaltet. Bis 1970 spielte man um die »Coupe Jules Rimet« (nach dem dritten WM-Titel im endgültigen Besitz Brasiliens, wurde 1983 gestohlen), seit 1974 gibt es als ständigen Wanderpokal eine Goldtrophäe der FIFA (»FIFA World Cup«). An der WM-Endrunde 1998 nahmen erstmals 32 Mannschaften (1986-94: 24) teil, die sich zuvor in Gruppenspielen und/oder K.-o.-Runden qualifizieren mussten. Ausgenommen von der Qualifikation ist das Gastgeberland. - Im Behindertensport wird auf Kleinfeld gespielt (sieben Aktive je Mannschaft); seit 1992 Wettbewerb (für spastisch Gelähmte) der Paralympics. Die Entwicklung des Frauenfußballs setzte im früheren Bundesgebiet verstärkt in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre ein, seit 1981 gibt es den DFB-Vereinspokal. (Sportart, Übersicht)
 
 Organisationen
 
Fußball ist in Deutschland im Deutschen Fußball-Bund organisiert. In Österreich besteht der Österreichische Fußballbund (ÖFB; gegründet 1904, Sitz: Wien) mit 407 500 Mitglieder (2000) und in der Schweiz der Schweizerische Fußballverband (SFV; gegründet 1895, Sitz: Bern) mit 435 000 Mitglieder (2000). Weltdachverband ist die Fédération Internationale de Football Association (FIFA; gegründet 1904, Sitz: Zürich) mit 203 (2000) Mitgliedländern, europäischer Dachverband die Union of European Football Associations (UEFA; gegründet 1954, Sitz: Nyon) mit 51 (2000) Mitgliedländern.
 
 
Für das Spielen eines Balles mit Fuß, Knie und Oberschenkel gibt es in fast allen Kulturen Zeugnisse, die wohl ältesten aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. aus China. Im europäischen Mittelalter kannte man v. a. in England, Frankreich und Italien treibballähnliche, ungeregelte Kampfspiele, bei denen ganze Ortschaften gegeneinander antraten und versuchten, einen Ball über Wege und Felder hinweg durch das gegnerische Dorf- oder Stadttor zu treiben; der Ball konnte auch getragen werden. Aus diesen volkstümlichen Wettbewerben entstanden in englischen Schulen Mitte des 19. Jahrhunderts die Anfänge des modernen Fußballspiels. Im Bemühen um einheitliche Regeln war die Hauptstreitfrage, ob der Ball auch mit den Händen getragen werden dürfe oder nicht. Während die Schule in Rugby die Handspielmöglichkeiten befürwortete und damit zur Schöpferin des Rugbyspiels wurde (Rugby), schlossen sich die Gegner dieser Spielweise 1863 in London zur Football Association (FA) zusammen und übernahmen als einheitliches Regelwerk die erstmals 1848 gedruckten, 1862/63 überarbeiteten und ergänzten »Cambridgeregeln«, die heute noch im Prinzip gültig sind. Der Fußball der »Association« (nach der zweiten Silbe auch kurz »Soccer« genannt) fand bald auch in Deutschland Anhänger, zuerst an den höheren Schulen in Braunschweig. 1878 wurde in Hannover der erste deutsche Fußballverein gegründet. Bis 1963 wurden die Deutschen Meister in Endspielen ermittelt, seit 1908 Länderspiele bestritten.
 
 
B. Rohr u. G. Simon: F.-Lex. (Neuausg. 1993);
 G. Bauer: Lb. F. (31994);
 
F.-Weltgesch., hg. v. K.-H. Huba (121994).

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Fuß|ball, der [LÜ von engl. football]: 1. mit Luft gefüllter Leder- od. Kunststoffball von bestimmter Größe für das Fußballspiel. 2. <o. Pl.> zwischen zwei Mannschaften ausgetragenes Ballspiel, bei dem der Ball nach bestimmten Regeln mit dem Fuß, Bein, Kopf od. durch körperlichen Einsatz unter Vermeidung absichtlicher Berührung mit der Hand od. dem Arm über die Torlinie des gegnerischen Tores zu spielen ist: [einen attraktiven, exzellenten] F. spielen; der englische (von den Engländern gespielte) F.; Sein größtes Vergnügen ist König F. (das Fußballspiel als beliebter Volkssport; Hörzu 6, 1974, 14).

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

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